Team Stein Automation GmbH & Co. KG (Villingen-Schwenningen)

Führungskultur mit Zukunftsperspektive

Steinbeis-Team moderiert Projekt zur Führungskräfteentwicklung

Um sich heute als eines der technologisch führenden Unternehmen behaupten zu können, braucht es ein immenses technisches Know-how und gut strukturierte Prozesse – so viel ist selbstverständlich. Darüber hinaus bedarf es aber auch Führungskräfte, die der wachsenden Herausforderung durch immer anspruchsvoller werdende Führungsaufgaben souverän gewachsen sind. Die Organisation muss ständig weiterentwickelt werden, die Personalentwicklung darf nicht aus dem Blick geraten, schwierige Gespräche müssen geführt und Konflikte gelöst werden und nicht zum Schluss sollte man auch noch auf sich selbst Acht geben. Bei diesen komplexen Herausforderungen unterstützt die Stein Automation GmbH & Co. KG ihre Führungskräfte. Mit an Bord ist Steinbeis-Expertin Ute Villing, die die Erfahrung des Steinbeis-Transfer-Instituts Business School Alb-Schwarzwald einbringt.

Stein Automation ist Spezialist für intelligente Transportsysteme und weltweit in Branchen wie Automotive, Medizintechnik, Weiße Ware oder auch in der Elektrotechnik zu Hause. Das Unternehmen mit rund 50 Mitarbeitern im baden-württembergischen Villingen-Schwenningen fokussiert insbesondere Werkstückträger-Transportsysteme, die in Montageanlagen in der Produktion zum Einsatz kommen. Produkte wie der Thermomix, Automotive Sensoren oder auch Motoren werden auf Stein-Linien intelligent gefertigt.

Der Eigentümerfamilie Stein war und ist es bis heute wichtig, das Unternehmen werteorientiert zu führen, sich verantwortlich zu sehen für Mitarbeiter und Kunden, aber auch für das Gemeinwesen. Das zeigt sich auch im Sponsoring vieler lokaler Projekte. Das Unternehmen unterstützt nicht nur monetär, sondern engagiert sich auch in sozialen Aktionen.

Führungs- und Fachkräfte fördern und binden

Auf langfristige partnerschaftliche Beziehungen nicht nur zu Kunden und Lieferanten, sondern auch zu Mitarbeitern legt Geschäftsführer Jürgen Noailles sehr viel Wert. Gerade der persönliche Kontakt ist in der heutigen schnelllebigen Zeit sehr wichtig und kann durchaus über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Die zum Großteil langjährigen Führungs- und Fachkräfte will der Mittelständler so unterstützen, dass sie gerne und zufrieden dem Unternehmen treu bleiben. Zudem möchte Stein Automation auch für zukünftige qualifizierte Fachkräfte attraktiv sein, denn das Unternehmen konkurriert um sie mit vielen weiteren Hidden Champions in der hochindustrialisierten Region.

Jürgen Noailles, Geschäftsführer von Stein Automation und selbst Bachelor-Absolvent der Steinbeis-Hochschule an der Business School Alb-Schwarzwald, bat Ute Villing als Steinbeis-Expertin zur Unterstützung hinzu. Im Projekt Personal- und Organisationsentwicklung erarbeitete sie in Workshops mit den Führungskräften, welche Führungskultur und welche Maßnahmen zur Personalentwicklung in einem wachsenden Unternehmen sinnvoll sind. „In einer Welt des ständigen Wandels sollten keine starren Regeln gelten, sondern Geschäftsleitung und Führungskräfte sollten in der Lage sein, sich auf die sich verändernden Herausforderungen einzustellen, sowohl technisch als auch im Umgang mit Menschen“, erklärt Ute Villing den Ansatz des gemeinsamen Qualifizierungsprojekts.

Das Team aus Stein-Führungskräften hat zusammen mit Ute Villing eine strukturierte Vorgehensweise in der Personalentwicklung erarbeitet, die auf der Unternehmensstrategie basiert: der Erhalt und der Ausbau der Weltmarktführerschaft für Transportsysteme und Logistik. Hohe Qualität, langfristiges Wachstum, Kundenorientierung, Liefertreue, Leidenschaft für das Produkt und den Kunden sind die wesentlichen Ziele.

Arbeitsatmosphäre mit Perspektive

Die Führungskräfte sind also gefragt, die Talente ihrer Mitarbeiter zu erkennen, sie am richtigen Platz einzusetzen und sie ihrer Fachkompetenz und Persönlichkeit entsprechend zu fördern. Sie sollten Ursachen von Konflikten frühzeitig erkennen und entschärfen können und Gespräche konstruktiv führen. Jürgen Noailles fasst sein Ziel zusammen: „Kurz gesagt, soll eine Atmosphäre entstehen, in der sich Menschen trotz der hohen Anforderungen, die täglich an sie gestellt werden, wohl fühlen, gerne zur Arbeit kommen und Zukunftsperspektiven für sich sehen!“

Das dafür notwendige Know-how vermittelte Ute Villing in Workshops und Seminaren, dazu gehörten verschiedene Methoden und Analyse-Tools aus dem Bereich der Führungspsychologie: beispielsweise ein Kompass für Menschenkenntnis (das Riemann-Thomann-Modell), das Werte- und Entwicklungsquadrat, das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun oder auch eine Gesprächsroute für schwierige Gespräche. In Transfer-Workshops wurden die erarbeiteten Erkenntnisse nachhaltig in den Alltag der Führungskräfte transferiert und strukturiert umgesetzt. Das Ziel partnerschaftlich zu führen und die neu erarbeiteten psychologischen Kenntnisse im Alltag einzusetzen, hilft auch künftig souverän und flexibel auf die Herausforderungen des Führungsalltags zu reagieren.


Das Riemann-Thomann-Modell

Menschen „ticken“ unterschiedlich – im Alltag ist es hilfreich zu verstehen, wie der andere tickt, denn das nimmt viel Konfliktpotenzial aus dem Miteinander. Das Riemann-Thomann-Modell erklärt, welche Bedürfnisse und Grenzen Menschen haben, was sie antreibt, behindert oder unter Stress setzt und aus welchen Motiven oder Ängsten heraus sie handeln. Es hilft auch dabei, Menschen gezielt bei der persönlichen Weiterentwicklung zu unterstützen und Teams sinnvoll zusammenzusetzen.

Das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun

Warum gibt es Missverständnisse? Warum kommt das, was ich sage, nicht bei meinem Gegenüber an? Welche unausgesprochenen Botschaften sind vielleicht genauso wichtig wie das Gesagte? Das Kommunikationsquadrat ist das bekannteste Modell des Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun und eine gute Möglichkeit, auch das Unausgesprochene ans Licht zu bringen.

Gesprächsroute für schwierige Gespräche

Eine gute Vorbereitung und eine klare und strukturierte Vorgehensweise in einem Gespräch helfen dabei, auch komplexe und zunächst schwierig erscheinende kommunikative Situationen souverän zu bewältigen. Dabei ist die Gesprächsroute hilfreich, ein Leitfaden, der, einmal verinnerlicht, jederzeit bei den unterschiedlichsten Gesprächssituationen angewendet werden kann.

Werte- und Entwicklungsquadrat

Immer wieder erleben wir Extreme bei Menschen oder in bestimmten Situationen. Wenn sie drohen zu eskalieren, sind wir als Coach oder Führungskraft gefragt, sie in eine sinnvolle Balance zu bringen. Das Werte- und Entwicklungsquadrat hilft dabei, vom „Entweder-Oder“ in ein „Sowohl-als-Auch“ zu kommen, Dilemmata aufzulösen und Entwicklungen anzuregen.

Kontakt

Ute Villing | Nebenberufliche Lehrkraft
Steinbeis-Transfer-Institut Business School Alb-Schwarzwald (Berlin/Gosheim)
www.bs-as.de

Jürgen Noailles | Geschäftsführer
Stein Automation GmbH & Co. KG (Villingen-Schwenningen)