Weltweite Schifffahrtsdichte auf Basis der AIS-Aufzeichnungen der Schiffe.

Schiff ahoi – mit mehr Sicherheit und Transparenz!

Plattformbetreiber für maritime Positionsdaten setzt auf Steinbeis-Expertise

Die JAKOTA Cruise Systems GmbH hat mit FleetMon ein Produkt entwickelt, um den Schiffsverkehr emissionsärmer und sicherer zu machen. Seit mittlerweile fünf Jahren unterstützt das Steinbeis-Forschungszentrum Technologie-Management Nordost das Unternehmen beim Forschungsmanagement, Netzwerken und bei der Finanzierung durch Förderprogramme.

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„FleetMon – Tracking the Seven Seas“ – alle sieben Weltmeere im Blick, damit wirbt die JAKOTA Cruise Systems GmbH aus Rostock mit ihrer Marke FleetMon. Das Unternehmen ermöglicht seit 2007 den Zugang zu Echtzeit-AIS-Positionsdaten in den FleetMon-Datenbanken, ihrer Auswertung und einer Sammlung von technischen Informationen und Fotos von mehr als 500.000 Schiffen. Pro Tag werden etwa 550 Millionen Positionsupdates von global operierenden Schiffen in den Rechenzentren in Irland, Finnland und Deutschland verarbeitet. Damit ist FleetMon weltweit die erfolgreichste kommerzielle Plattform für die Bereitstellung von maritimen Industrie- und Logistikdaten für das Hafenmanagement, eine intelligente Umweltüberwachung und vieles mehr. Durch Forschungs- und Entwicklungsprojekte wurden diverse maritime Anwendungen auf Basis des umfangreichen AIS-Datenarchivs und der innovativen Ansätze ermöglicht sowie die eigenen Produkte in Einklang mit den Kundenbedürfnissen gebracht, um letztlich die Schifffahrt grüner, sicherer und transparenter zu machen.

Rückenwind durch Steinbeis

Doch wer hat den Überblick in der Förderlandschaft, um diese Forschung zu finanzieren? Wer hilft die richtigen Partner zu finden und hält dem innovativen Unternehmen organisatorisch im Forschungsmanagement den Rücken frei? Hier kann das Rostocker Steinbeis-Team unterstützen und ergänzt seit fünf Jahren die Kompetenzen des Unternehmens in der Vorbereitung, Beantragung, Organisation und Administration der F&E-Projekte. Als Dienstleister im Forschungsmanagement sind Steinbeis-Unternehmer Frank Graage und sein Team seit 2004 in Rostock aktiv und seit 2008 Mitglied im Enterprise Europe Network (EEN), wodurch internationale Geschäftstätigkeiten im Fokus stehen und Kontakte und Partnerschaften in rund 70 Länder vermittelt werden können. Immer wieder werden neue Förderprogramme auf Bundes- und EU-Ebene veröffentlicht, die es im Blick zu halten und zu interpretieren gilt, bevor FleetMon die Entscheidung treffen kann, sich an dem einen oder anderen Projekt zu beteiligen. Inzwischen hat das Unternehmen auch ein beachtliches Partnernetzwerk und Kooperationen mit über 120 Universitäten, Forschungseinrichtungen und anderen öffentlichen Trägern weltweit. Manchmal fehlen aber spezielle internationale Partner, die das Steinbeis-Team als Teil des Enterprise Europe Network dann suchen und einbeziehen kann. So konnten schon Geschäftstätigkeiten mit Partnern aus den Niederlanden, Polen und im Mittelmeerraum angebahnt werden. Dazu dienen auch die Kooperationsbörsen, die ähnlich eines Speeddatings für Unternehmen am Rande größerer Konferenzen organisiert werden und so ein schnelles Kennenlernen mit sonst schwieriger zu findenden Kooperationspartnern ermöglichen. Im Zuge von Unternehmensreisen, wie zum Beispiel zur Kooperationsbörse „Industrial Bridge“ nach Stettin in Polen, die zweijährlich mit dem EEN dort stattfindet, konnte sich FleetMon Gespräche mit Teilnehmenden aus dem maritimen Dienstleistungssektor buchen. Ebenso erfolgreich laufen auch B2B-Veranstaltungen wie „MariMatch“ im Rahmen der internationalen Leitmesse der Schifffahrt SMM in Hamburg.

Autonome und emissionsärmere Schifffahrt

Das Enterprise Europe Network setzt mit seinen Unterstützungsaktivitäten für europäische KMU aktuell insbesondere den Green Deal der Europäischen Kommission um, wodurch verstärkt auf die UN-Nachhaltigkeitsziele, wirtschaftliche Resilienz und Digitalisierung gesetzt wird. Auch FleetMon hat diese Schwerpunktsetzung auf der Agenda und arbeitet speziell an den Zukunftsthemen autonome und emissionsärmere Schifffahrt sowie neue Steuerungs- und Überwachungsmodelle für Schiffs- und Besatzungssicherheit. Gemeinsam wollen FleetMon und das Steinbeis-Forschungszentrum Technologie-Management Nordost auch die neusten Umwelt- und Sicherheitsherausforderungen bewältigen und die erfolgreiche Zusammenarbeit für mindestens fünf weitere Jahre fortsetzen.


Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die seit 2018 gemeinsam vom Steinbeis-Forschungszentrum Technologie-Management Nordost und der JAKOTA Cruise Systems GmbH für FleetMon umgesetzt wurden:

  • EmissionSEA: Emissionsbewertung, -reduktion und -vermeidung von Schiffen durch Evaluation von AIS-Signalen (2018-2021)
  • PRESEA: Softwaretechnische Umsetzung und grafische Darstellung einer echtzeitbasierten Vorhersage des Seeverkehrs (2019-2022)
  • WIPANO: Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen (2019-2021)
  • CADMUSS: Collision Avoidance Domain-Method Used by Ships and ashore (2020-2023)
  • SEAPeople: Echtzeit-Darstellung von Personenströmen auf See (2021-2022)
  • MAREMIS: Modellierung und Verifizierung des Seeverkehrs zur Reduzierung der Seeverkehrsemissionen (2021-2023)
  • LEAS: Landseitige Entscheidungsempfehlungen für Verkehrslagen mit hochautomatisierten beziehungsweise autonomen Schiffen (2022-2024)

Kontakt

Frank Graage (Autor)
Steinbeis-Unternehmer
Steinbeis-Forschungszentrum Technologie-Management Nordost (Rostock)
www.steinbeis-nordost.de

Dr. Antje Hiller (Autorin)
Projektleitung Enterprise Europe Network-EEN
Steinbeis-Forschungszentrum Technologie-Management Nordost (Rostock)
www.steinbeis-nordost.de

Corinna Riemenschneider (Autorin)
Projektleitung FleetMon
Steinbeis-Forschungszentrum Technologie-Management Nordost (Rostock)
www.steinbeis-nordost.de

 

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