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Netzwerk für nachhaltige Energiesysteme

Steinbeis-Zentren formieren sich zu Kompetenzzentrum

Das Thema Energie und Energieeffizienz ist aus der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Diskussion nicht mehr wegzudenken und gewinnt einen immer größeren Stellenwert. Es besteht ein breiter Konsens für einen bewussteren und effizienteren Umgang mit der Ressource Energie. Wie dieser in der Praxis realisiert werden kann und welche Rolle das Netzwerken dabei spielt, zeigt das neu gegründete Steinbeis Kompetenzzentrum Nachhaltige Energie (KNE).

Von verschiedenen fachlichen Seiten werden bereits neue Ansätze und Vorschläge zum bewussteren und effizienteren Umgang mit der Energie unterbreitet, sie führen jedoch oft zu einer nur einseitigen Optimierung. Mit der Motivation und dem Anspruch, eine nachhaltige Technologie für eine langfristige, sichere, ökologische und wirtschaftliche Energieversorgung, besonders in der Industrie, Gewerbe und in den Kommunen, zu forcieren, haben sich vier Experten mit ihren Steinbeis-Unternehmen zum Steinbeis Kompetenzzentrum Nachhaltige Energie zusammengeschlossen: Heinz Pöhler (Steinbeis-Beratungszentrum 4IES), Professor Dr. Georg Kleiser (Steinbeis-Beratungszentrum Energieeffiziente Produktion), Professor Dr. Walter Commerell (Steinbeis-Transferzentrum System Design) und Professor Dr. Peter Renze (Steinbeis-Transferzentrum Energie- und Strömungstechnik).

CFD-Simulation Wärmetauscher

Das KNE hat sich zum Ziel gesetzt den Energiebedarf seiner Kunden nachhaltig zu senken. Nach Ansicht der Gründer kann das Thema Energie nur ganzheitlich betrachtet werden, indem unterschiedliche Kernkompetenzen vernetzt werden, um effiziente, energieeinsparende und optimale Lösungen zu finden. Und genau das bietet das Netzwerk der vier Steinbeis-Unternehmen, indem sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen zum Nutzen des Kunden bündeln. Die Leistungen des KNE reichen hierbei von der Analyse über Konzeptentwicklung bis hin zum Umsetzungscoaching. Das Portfolio erstreckt sich von industriellen und öffentlichen Energiesystemen im Bereich der Energiegewinnung über die thermische und/oder elektrische Speicherung bis hin zur Verteilung in Wärme-, Kälte- und Stromsystemen. So kann zum Beispiel der Energiebezug durch Nutzung von Abwärme und Eigenstromerzeugung aus KWK und/oder Photovoltaik reduziert werden. Daneben werden noch Querschnittstechnologien, wie Beleuchtung, Druckluft oder Antriebe, betrachtet.

Die Analyse bestehender Systeme beginnt in der Regel mit einer Bestandsaufnahme. Durch thermographische und messtechnische Analysen lassen sich meist energetische Wärmequellen und Wärmesenken identifizieren. Eine Simulation der genannten Komponenten und Systeme erweitert das fachliche Angebot für den Kunden, ermöglicht ein tieferes Verständnis komplexer Zusammenhänge und bietet den Vorteil, dass bereits im Vorfeld untersucht werden kann, welche Auswirkungen verschiedene Veränderungen auf das Gesamtsystem haben werden. Somit können Systeme herstellerneutral, individuell und zukunftsorientiert auf den Bedarf ausgelegt werden, um gleichzeitig eine sinnvolle Nutzung des Energieeinsatzes zu gewährleisten und Investitionskosten zu senken. Der Kunde wird nicht nur bei der Erstellung von Energieausweisen für Wohn- und Nichtwohngebäude, dem Nachweis über die Durchführung eines Energieaudits (EDL-G) nach DIN EN 16247-1 sowie DIN EN ISO 50001 unterstützt, sondern auch bei komplexen Themen wie Expertisen und Gutachten. Zusätzlich bietet das KNE seinen Kunden eine fundierte Beratung über Fördergeldprogramme und Hilfestellung bei der Beantragung und Einreichung der Anträge bei den verschiedenen Institutionen (BAFA, KfW-Bank etc.). Die Dienstleistungen des KNE werden zum Teil auch durch diese Institutionen bezuschusst.