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Aktuelles aus dem Ferdinand-Steinbeis-Institut

Projekte forcieren Digitalisierung und Vernetzung

 

Das Ferdinand-Steinbeis-Institut (FSTI) der Steinbeis-Stiftung ist ein Forschungsinstitut für Digitalisierung und Vernetzung und An-Institut der Steinbeis-Hochschule Berlin (SHB). In transferorientierten Projekten adressiert das Team am FSTI die sich durch die Digitalisierung und Vernetzung ergebenden Veränderungen von industriellen Ökosystemen und gesellschaftlichen Strukturen. Drei zentrale Projekte hatten seit Oktober vergangenen Jahres diese Themen im Fokus.

Projekt Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Stuttgart
Laufzeit: 1. Dezember 2016 bis 30. November 2019

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Verbundprojekt befasst sich mit dem Transfer bestehender Technologien, Umsetzungslösungen und Erfahrungen der Digitalisierung von Arbeitsund Wertschöpfungsprozessen in die breite Masse. Der Fokus liegt auf kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Handwerksbetrieben. Die Experten von FSTI und bwcon konzentrieren sich im Projekt auf die Querschnittsthemen Geschäftsmodell- und Serviceentwicklung. In der ersten Projektphase werden im Rahmen von Workshops und Interviews Anforderungen von KMU an digitale Geschäftsmodelle erhoben. Weitere Informationen zum Kompetenzzentrum finden Sie unter www.mittelstandkompetenzzentrum.de/servlet/is/66278/.

Projekt Micro Testbeds in Handel, Handwerk und Dienstleistung
Laufzeit: 1. November 2016 bis 31. Oktober 2017

In einem Micro Testbed arbeiten zwischen vier und sechs Unternehmen aus unterschiedlichen Domänen und Wertschöpfungsstufen auf der neutral initiierten und moderierten Plattform des Ferdinand-Steinbeis- Instituts partnerschaftlich zusammen. Ziel der Unternehmen ist es, im Zuge der Digitalisierung und Vernetzung erfolgreich an Wertschöpfung partizipieren zu können.

Im Rahmen des Projekts werden vier Micro Testbeds gefördert, die in Zusammenarbeit mit dem Steinbeis Digital Business Consortium umgesetzt werden. Im bisherigen Projektverlauf wurden die vier Micro Testbeds initiiert, die ersten Workshops starten im April 2017. Das Projekt wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden- Württemberg gefördert.

Projekt Ressourceneffizienz durch Additive Manufacturing in KMU (RAM-KMU)
Laufzeit: 1. Oktober 2016 bis 31. Dezember 2016

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für allgemeine Betriebswirtschaftslehre und ABWL I der Universität Stuttgart, hat das Team am FSTI ein Konzeptstudienprojekt zum Thema „Ressourceneffizienz durch Additive Manufacturing in KMU“ durchgeführt. Ziel der Konzeptstudie war es, Additive Manufacturing Potentiale hinsichtlich der Ressourceneffizienz in industriellen KMU zu untersuchen und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Das Projekt wurde vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert.

Sechs Unternehmen wurden hinsichtlich Produkt, Fertigung und Konsum befragt. Als Ergebnis stehen nun Einflussfaktoren der Ressourceneffizienz zur Verfügung, die auf die einzelnen Phasen der Additive Manufacturing-Wertschöpfungskette übertragen wurden. Diese Einflussfaktoren dienen als Grundlage für die abgeleiteten Handlungsempfehlungen. Ein Beispiel für einen solchen Einflussfaktor ist die Determinierung des Post-Processing (Nachbereitung) in der Konstruktionsphase, indem zum Beispiel früh die Positionierung der Stützstruktur festgelegt wird, um spätere aufwendige Nachbearbeitung und überflüssiges Material einzusparen.

Kontakt

Patrick Weber, Simon Hiller
Ferdinand-Steinbeis-Institut (Stuttgart)